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Leistungsfeststellung und -bewertung, Prüfungen, Abschlüsse

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Leistungsfeststellungen und Leistungsbewertungen können im Präsenz- und Distanzunterricht in allen drei Szenarien stattfinden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass weiterhin weniger persönliche Interaktion zwischen Lehrkräften und Lernenden stattfindet, individuelle Vorgehensweisen und Lösungsansätze, das Handlungsergebnis und der Lernprozess sind in die Leistungsfeststellung einzubeziehen und mögliche Lernschwierigkeiten zu ermitteln.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage und der jeweiligen Szenarien sind schulische Beschlüsse so anzupassen, dass sichergestellt ist, dass eine Notengebung zum Ende des Schulhalbjahres und zum Ende des Schuljahres nachvollziehbar erfolgen kann. Hierzu sind frühzeitig die Grundsätze zur Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung für den Präsenz- und Distanzunterricht festzulegen und allen Beteiligten transparent zu machen.

Es ist empfehlenswert, mindestens bis zum 04.12.2020 und bis zum 26.03.2021 einen Leistungsstand für jede Schülerin und jeden Schüler zu ermitteln, zu dokumentieren und schulintern für alle zugänglich zu hinterlegen, um bei einem Szenarienwechsel die Notengebung sicherzustellen. Insgesamt ist der Bewertungsprozess für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar darzulegen.

Die entscheidende Voraussetzung für die Möglichkeit einer Leistungsbewertung im Distanzunterricht ist die Lernbegleitung durch die Lehrkraft. Dadurch können Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig Rückmeldung zu den zu bearbeitenden Lernsituationen geben als auch eine Kriterien gestützte Bewertung vornehmen. Die über Lernsituationen gestellten Anforderungen sind für die Schülerinnen und Schüler verbindlich. Nicht im vorgegebenen Zeitrahmen abgegebene Ergebnisse werden entsprechend bewertet.

Für alle Schülerinnen und Schüler sind eingeübte Feedback- und Rückmeldeabsprachen zwingend erforderlich, um einen erfolgreichen Lernprozess und die individuelle Zuordnung bewertbarer Leistungen im Distanzunterricht zu sichern.

Abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens sind ggf. Anpassungen über Anzahl und Umfang der Klassenarbeiten und Klausuren zugunsten anderer Leistungsfeststellungen vorzunehmen (z. B. Interview, Präsentation, Podcast, Sprechprüfung). Hierzu können kurzfristig Vereinbarungen in den Bildungsgangs- und Fachgruppen getroffen werden. Diese sind zu dokumentieren und an alle Beteiligten zu kommunizieren.

Leistungsfeststellungen in Form von Klassenarbeiten oder Klausuren finden in der Regel im Präsenzunterricht statt, können aber ebenfalls auf im Distanzunterricht erworbenen oder weiterentwickelten Kompetenzen aufbauen.

Bei entsprechenden technischen Voraussetzungen ist es möglich, schriftliche Leistungen im Distanzunterricht zu erbringen, wenn die Lernenden individuelle Erklärungen zur eigenständigen Erbringung der Leistungen unterschrieben haben. Zusätzlich sollte die schriftliche Bearbeitung der Aufgaben-, Frage- bzw. Problemstellungen mittels Kamera einsehbar sein und das Ergebnis muss unmittelbar eingescannt und an die Lehrkraft versandt werden.

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