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Distanzunterricht muss sorgfältig geplant, vorbereitet und erprobt werden. Der Umgang mit einer komplexen Videokonferenzsoftware oder Lernmanagementsystemen ist nicht trivial. Bei den im Distanzunterricht notwendigen Videokonferenzsystemen oder Lernmanagementsystemen ist es wichtig, Lösungen zu verwenden, die den datenschutzrechtlichen Vorgaben gemäß DSGVO genügen.

Die Teilnahme am Distanzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler ebenso verpflichtend wie am Präsenzunterricht. Es werden eindeutige Regelungen in der Schulordnung empfohlen. In diesen Regelungen muss deutlich gemacht werden, dass die Persönlichkeitsrechte aller Teilnehmenden gewahrt bleiben und dass insbesondere das Aufzeichnen oder Abfilmen von Videostreams durch Schülerinnen und Schüler unzulässig ist. Zu Beginn des Schuljahres sollten mit allen Schülerinnen und Schülern die sensiblen Themenbereiche – Wahrung von Persönlichkeitsrechten und Datenschutz -  verpflichtend und ausführlich erörtert werden. Zwecks Absicherung empfiehlt sich die eindeutige Dokumentation der Vorgehensweise in der schulindividuellen Prozessbeschreibung.

Zusätzliche Informationen für Bildungsgangs- und Fachgruppen:

Distanzunterricht ist „Präsenzunterricht in Distanz“. Grundsätzlich gilt sowohl für den Präsenzunterricht als auch für den Distanzunterricht, dass die Schülerinnen und Schüler anwesend sind. Von den Schülerinnen und Schülern wird in Absprache mit den Lehrkräften erwartet, dass sie sich im Distanzunterricht, z. B. im Rahmen von Videokonferenzen, per Kamera zeigen.
Eine entsprechende Ergänzung der Schulordnung mit schriftlicher Bestätigung durch die Schülerinnen und Schüler- i. d. R. zum Beginn des Schulbesuchs -, ist zu empfehlen.

Eine Möglichkeit ist der Einsatz des Videokonferenzsystems „Big Blue Button“ als Bestandteil der niedersächsischen Bildungscloud. Eine gute Alternative dazu ist das Einrichten einer eigenen „Big Blue Button“ oder „Jitsi“ Serverlösung, z. B. durch einen externen Dienstleister oder durch die schuleigene Systemadministration. Diese können teilweise auch in die bisher bestehenden Lernplattformen integriert werden.

In der Phase zu Beginn des Schuljahres sollten die Lehrkräfte in informellen und freiwilligen Gruppen den Umgang mit dem Videokonferenzsystem einüben und damit auch die Funktionalitäten erproben. Bei einer Online-Konferenz von einigen Lehrkräften können diese Erprobungen in einem nichtöffentlichen geschützten Raum erfolgen. Probleme und Schwachstellen der Software können bei diesem entdeckenden Lernen und aktiven Erkunden identifiziert werden. Nachdem Funktionen ausprobiert, eingeübt und selbstverständlich geworden sind, können diese nach und nach im Distanzunterricht mit Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden.

Vorab können Lehrkräfte einen Einblick in Videokonferenzsysteme durch Online-Tutorials, Lernvideos und auch Fortbildungen, z. B. vom NLQ, bekommen. Die Fortbildungsbeauftragen der Schulen informieren die Lehrkräfte regelmäßig über geeignete Fortbildungen.

Ein wichtiger Bestandteil des zukunftsorientierten Unterrichts sind Lernmanagementsysteme (LMS), wie z. B. moodle oder ILIAS. Sie sind ein Eckpfeiler des Distanzunterrichts und liefern neue Möglichkeiten des individualisierten, kooperativen und selbstgesteuerten Lernens im Distanz- und Präsenzunterricht.

Siehe auch: Schule in Corona-Zeiten: Das sind die aktuell gültigen Maßnahmen und Modelle für den Unterricht

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